Trinkwasserverordnung

Neue Trinkwasserverordnung:

Für Vermieter eine lästige Pflicht?

Das besagt die neue Trinkwasserverordnung

Die neue Trinkwasserverordnung erklärt es zur Pflicht, dass Vermieter von Mehrfamilienhäusern, deren zentrale Anlage zur Warmwasserbereitung ein Mindestfassungsvolumen von 400 Liter hat, ihre Warmwasserbereitungsanlagen jährlich auf Legionellen untersuchen müssen. Bei Legionellen handelt es sich um Bakterien, die sich im Temperaturbereich zwischen 25 und 50 Grad im Wasser ansiedeln und bei Menschen, die sie durch kontaminiertes Wasser einatmen, Lungenerkrankungen verursachen können.

Die Hausbesitzer sind dank der neuen Trinkwasserverordnung nun dazu angehalten, darauf zu achten, dass ihr Trinkwasser nicht gesundheitsgefährdend ist. Regelmäßige Untersuchungen sind Pflicht, Befunde müssen an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Die unüberschaubaren Kosten, die sich daraus ergeben und der bürokratische Aufwand schrecken viele Vermieter jedoch ab und das Feedback zur neuen Verordnung ist eher negativ, berichtet Haus und Grund.

Das müssen die Hauseigentümer beachten

Laut Gesetzestext muss der Hauseigentümer die Anmeldung des betreffenden Wasserspeichers „unmittelbar“ vornehmen. Weiterhin muss jährlich das Ergebnis der Legionellen-Untersuchung an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Dazu ist es nötig, dass sowohl der Vermieter als auch der Mieter dafür sorgen, dass Mitarbeiter von entsprechenden Hygiene-Instituten einen Zugang zum Warmwasserkreislauf des Hauses bekommen um das Wasser anschließend im Labor auf Legionellen untersuchen zu können. Denn es müssen sowohl Wasserproben direkt vor und hinter dem Wasserspeicher entnommen werden als auch an der Endstelle des Speichers. Zu  beachten ist, dass die Beprobungen  nur von speziell akkreditierten Laboren geleistet werden, die es nicht überall gibt. Entsprechend variieren die Kosten. Eine Probe kostet im Durchschnitt um die 50 Euro, da ein Wasserkreislauf etwa drei- bis viermal beprobt werden muss, kommen allein für die Probe 150 bis 200 Euro zusammen. Weiterhin spielt die Entfernung der Immobilie zum Labor eine Rolle, weil dann entsprechende Anfahrtskosten berechnet werden. Und auch der Schwierigkeitsgrad für die Zugänglichkeit zu den Proben schlägt sich im Preis nieder. Der Vermieter kann jedoch lediglich einen Teil dieser Kosten auf den Mieter umlegen.